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Posts Tagged ‘Frauenquote’

 

Vortrag Irrweg Feminismus 2

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Da steht Frau Müller am Gartenzaun und spricht mit ihrem Nachbarn Herrn Meyer. Man unterhält sich darüber, was im Garten wächst. Zieht Vergleiche, gibt Erfahrungen weiter und seine persönlichen Erkenntnisse zur Sache. Frau Müller weiß, der Meyer formuliert schon mal radikale politische Forderungen. Der ist bei den Anti-irgend-was-Leuten. Aber vom Gärtnern, da versteht er was! So hält sie freundschaftlich Kontakt. Hin und wieder tauscht man auch geerntete Früchte aus, oder gießt die Pflanzen, wenn der andere mal verreist ist.

Der Blick über den Gartenzaun kann bereichernd sein. Eine Erweiterung des eigenen Horizontes ist er mit Sicherheit.

Es gibt Menschen, die würden mit „so einem“ nicht sprechen. Vielleicht ist „so einer“ zu links, zu rechts, zu konservativ, zu sehr Frau, zu sehr Mann, zu sehr wer – weiß – was.

Es gibt Menschen,  die würden mit „so einem“  nur ins Gespräch kommen, um ihn  davon zu überzeugen, dass „so einer“ falsch liegt.

Es gibt Menschen, die würden „so einen“ letztendlich auch schlecht machen oder schlecht behandeln, wenn sie merken, der steht zu seiner Überzeugung und ist von seiner Meinung nicht abzubringen.

Leser dieses Blogs und Menschen die mich persönlich kennen wissen: Ich habe keine Berührungsängste mit „so einem“ oder „so einer“!

Im Gegenteil ist es eine spannende Sache in diese vielfältigen Hintergründe einmal ein bißchen hineinzuschnuppern. Erstaunlich wieviele menschliche Gemeinsamkeiten man, über die Unterschiede hinaus, finden kann…Das weiß jeder, der verreist und andere Kulturen kennen lernt.

Die Zeiten einer „männerblinden Gleichstellungpolitik sind schon lange „out“ ! Der Blicküber den gleichstellungspolitischen Gartenzaun bei vielen aber noch überfällig!

So weist Frau Welskop-Defaa Leiterin der Abteilung 4 – Gleichstellung- des BMFSJ in einem Gastkommentar des DJI Bulletin 75 (S.4 ff) zum Thema Gender Mainstreaming darauf hin, dass Jungen- und Männerpolitik in der aktuellen und zukünftigen Gleichstellungspolitik des BMFSJ eine neue Bedeutung eingenommen hat und weiterhin einnehmen wird. (Aus Kita aktuell Spezial 2/2011 „Mehr männliche Fachkräfte als gleichstellungspolitische Aufgabe“ von Cremers und Krabel  s. auch http://www.zeitschriften.kita-aktuell.de)

Die gleiche Frau hörte ich persönlich vor wenigen Monaten sagen, es sei nicht einzusehen, warum ausschließlich Frauen meinen zu wissen wie Gleichstellungspolitik aussehen soll und es müssten auch Männer Gleichstellungsbeauftragte sein können.  Wie ich von anderer Stelle hörte soll es in dieser Abteilung jetzt eine Quote für Männer geben, der Anteil von Frauen ist überdurchschnittlich hoch…

So liegt es nahe den Blick über den eigenen gleichstellungspolitischen Gartenzaun ganz selbstverständlich schweifen zu lassen.

Tun Sie das,  wie die Frau Müller. Es ist hochinteressant, wie Herr Meyer, Herr Schmidt und wie sie alle heißen ihren gleichstellungspolitischen Garten bestellen. Tun Sie das, wie Herr Meyer, es ist hochinteressant, wie Frau Müller, Frau Schmidt und wie sie alle heißen ihren gleichstellungspolitischen Garten bestellen. Gehen Sie  aufeinander zu.

Da sind viele offene Gartentore. Sie werden  hereingebeten und bereitwillig umhergeführt, können verweilen und sich einen Eindruck verschaffen, wenn Sie respektvoll und wertschätzend auftreten.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei den vielen Männern bedanken, die mir in den letzten zwei bis drei Jahren bereitwillig Einblick in ihre Organisation, ihren Verein und ihr persönliches Leben gegeben haben. Das ist und war sehr bereichernd, aber auch ernüchternd für mich. Ich sehe heute dringenden Handlungsbedarf auch für die Gleichstellungsbedürfnisse von Männern und Jungen. Das geht nur im MITeinander und im Blick über den Gartenzaun.

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Hier ein paar einfache Gründe warum „frau“ sich  NICHT für eine sog. Frauenquote einsetzen sollte:

1. Eine sehr gut ausgebildete Akademikerin in den besten Jahren benötigt keine Hilfe für die Weiterentwicklung ihrer Karriere. Da gibt es sicher Frauen (und auch Männer) in weitaus schwierigerer Lebens- und Berufslage, die den Risiken von Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes ausgeliefert sein könnten.

2. Akademikerinnen sind meist mit einem noch besser qualifizierten Ehemann „versorgt“. Viele Frauen suchen sich eben einen Partner einer höheren Gehaltsstufe aus. Akademikerinnen verzichten oft auch aufs Kind und führen ein Leben als karrierefreudige Single-Frau.  Eine private Entscheidung, die keinerlei gleichstellungspolitischer Unterstützung bedarf.

3. Staatliche Einmischung in die Wirtschaft  durch eine gesetzliche Frauenquote würde ein weitreichender Eingriff in die freie Marktwirtschaft darstellen und ist zudem noch unnötig. Der Markt sollte sich selbst regeln.

4. Die demografische Entwicklung und der Fachkräftemangel werden Frauen  in Kürze geradezu drängen sich in den Arbeitsmarkt zu werfen. Ein  Sog in die Vollzeit, dem sie sich dann schwer entziehen können. Staatliche Kinderbetreuung inklusive.

5.  Frauen sind selbstbewusst und stark genug, um einen selbstbestimmten Weg zu gehen. Sie sind auch selbstbewusst und stark genug alle Konsequenzen ihrer Entscheidungen mitzutragen. Frauen sind Erwachsene. Staatliche Dauerprotektion durch exklusive Frauenförderung macht Frauen (aber auch Männer) klein und unmündig.

6. Wer die Frauenquote will sollte sich nicht auf die weiblichen Höchstverdiener beschränken, sondern konsequenterweise den gesamten Arbeitsmarkt kräftig durchquotieren. Frauen als Kanalarbeiterinnen, Männer in die Kitas, Frauen als Dachdecker, Männer als Arzthelfer usw. und so fort. Aber wer will das schon

7.  Die Frauenquote hilft am meisten, wenn wir sie nicht gesetzlich verordnen, sondern unsere Köpfe  „entrümpeln“  und Menschen nicht nach ihrem Geschlecht beurteilen, sondern ihre Talente als menschlich wertschätzen und fördern.

Eine gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote stellt die gesamte Frauenbewegung in Frage. Schwestern wo bleibt eure Stärke und euer Stolz?

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