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Es heißt, man hätte herausgefunden, dass je älter Männer sind, je geringer  ihr Bildungsstand  und je niedriger ihr Einkomemen, desto höher sei ihre Angst vor Globalisierung und die Wahrscheinlichkeit des Hangs zum Rechtspopulismus.

Früher nannte man Menschen mit geringem Bildungsstand und geringem Einkommen „Arbeiter“. Diese hatten einen gesellschaftlichen und politischen Wert. Deshalb schuf man zunehmend gesellschaftliche und politische Strukturen, die einem Arbeiter das Leben und die Arbeit erleichtern sollten. Es gründete sich die Arbeiterbewegung. Eine durchaus ernstzunehmende gesellschaftliche Gruppe, mit Strahlkraft. Die Politik umwarb diese armen, wenig gebildeten Menschen und began ihre Anliegen berechtigt zu finden und sie aufzugreifen.

Nach den Arbeitern, gelang es auch den Frauen, politische Forderungen durchzusetzen. Ohne Arbeiter und Arbeiterbewegung, hätten Frauen bis heute womöglich nicht so viele Erfolge für sich verbuchen können.

Vielleicht sollten die etablierten Parteien die Ängste ungebildeter, armer Menschen in Europa, wie früher, wieder stärker in den Blick nehmen und das Feld nicht anderen überlassen. Dann gäbe es womöglich weniger/keinen Rechtspopulismus.

 

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Die Frauenbewegung hat uns Frauen eine unsichtbare Korsage umgelegt, die schlimmer wirkt als die sogenannte gläserne Decke es jemals könnte.

Jene Frauen, die sie sich anlegen lassen, drangsalieren ihr weibliches Leben mit feministischen Forderungen und Vorstellungen, die das tägliche Leben beeinträchtigen.

Das ist schlimmer, als einen hochdotierten Job nicht zu bekommen.

Ich lese in der Zeitung, dass in Niedersachsen eine Schülerin bereits längere Zeit, geduldet, verschleiert zur Schule kommt. Das Mädchen soll dabei sein das Abitur zu machen. Dumm ist sie also nicht und sie wird sich so ihre Gedanken gemacht haben, als sie entschied sich zu verhüllen und damit in der Schule größtmögliche Aufmerksamkeit für sich und ihren Glauben zu erregen. Oder könnte sie doch noch so wenig ´reif, selbstständig und erwachsen´ sein, dass sie sich in dieser Sache an-/verleiten ließ?

Ein Bruder des verschleierten Mädchens soll sich positiv zu Attentaten mit selbstmörderischen Hintergrund geäussert haben und die Eltern seien in einer entsprechenden weltanschaulichen Vereinigung, heißt es noch.

Ich lese auch, dass angeblich niemand in der Klasse etwas gegen die Vollverschleierung des Mädchens hat bzw. äussert. Weder Kinder noch Erwachsene hätten angeblich ein Problem damit, dass eine Mitschülerin voll verschleiert im Klassenzimmer lernt und auf dem Schulhof pausiert.

Ich vermute, dass in der ehemaligen DDR auch niemand etwas gegen den Sohn eines bekannten/vermuteten Stasi Mannes öffentlich geäussert hätte. Ich vermute, dass im Dritten Reich, auch niemand etwas gegen die Tochter eines bekannten/vermuteten SS Mannes im Klassenzimmer vorgetragen hätte.

To be continued…

In solchen Fällen wären die Kinder und Jugendlichen mehr oder weniger direkt dazu angehalten worden, sich ´konform´ zu verhalten. Man hätte in einem solchen Kontext versucht das Risiko zu mindern, dass die eigenen Kinder Repressalien durch die Vasallen des Regimes zu erleiden hätten. Rückschlüsse auf die weltanschauliche/politische Meinung der Eltern, so sie denn nicht regimetreu wäre, sollten ja auch vermieden werden. Den meisten Kindern und Jugendlichen könnte aufgrund ihres jungen Alters  vielleicht auch der Mut und die Erfahrung fehlen, in einer solch heiklen Angelegenheit Stellung zu beziehen. Oder sie wären schlau genug, eine potentielle Gefahr zu erkennen – und lieber den Mund zu halten.

Zurück nach Niedersachsen im Jahr 2016. Was, wenn der Bruder der vollverschleierten Abiturientin  nicht nur Sympathie für Selbstmordattentate hat, sondern sich radikalisieren würde (oder ist er das schon, weil er so etwas äussert?), weil man seine Schwester auffordert den Schleier abzulegen? Niemand möchte die Verantwortung dafür übernehmen, dass es möglicherweise in der Schule eine Bombenstimmung gibt. Womöglich hat auch niemand im Umfeld dieses Geschehenes Lust, die Aufmerksamkeit radikaler, islamistischer Kräfte auf sich persönlich zu ziehen.

Ob solche Thesen weit hergeholt sein könnten, mag jede/r  Leser selbst beurteilen.

In Bezug auf ein verschleiertes junges Mädchen hier in Deutschland denke ich, dass es einem weiblichen Gehirn während des chaotischen Umbaues in der  Pubertät entsprechen könnte, nach Wegen zu suchen, sich zu profilieren. Das weibliche Kind wählt mit der stofflichen Vollverhüllung, den Duktus des mittelalterlich Orientalischen, des Transzendenten, des Okkulten, der Selbstgeißelung, der nach außen gerichteten Klausur.

Es hofft, sich im weiten Gewand vor ´unreinen´ Blicken schützen zu können und erntet sie womöglich mehr, als es in Jeans in der Menge vieler Jeanshosen der Fall wäre. Es weist mit dieser Bekleidung auch darauf hin, es möchte sich jungfräulich bewahren, für den einen Mann. Jugendlicher Ehrgeiz, dem wohl nicht zu helfen ist.

Lassen wir sie sich doch selbst ´befreien´

Es gibt da so ein weibliches Kleidungsstück über das sich scheinbar jedermann Gedanken machen muss. Dieser Hype um ein dunkles und Gewand kommt ja fast schon an die Hysterie und den Tabubruch heran, den der Minirock zu früheren Zeiten einmal auslösen konnte. Was haben sich prüde Geister damals den Mund fusselig geredet und gegen dieses Lendentuch gewettert. Überhaupt ist die Kleidung der Frau fast immer eine Diskussion wert. Die ersten Hosen an den Beinen einer Frau. Der von der Korsage befreite Oberkörper. Der  weggeworfene BH. Der Minirock. Der Maxirock. Die Plateausohle usw. In unserer Gesellschaft darf eine Frau heutzutage alles tragen. Die einzige Beschränkung ist der eigene Geschmack. Da gibt es nicht mehr viel zu diskutieren. Die Burka der muslimischen Frau bietet sich nun an, um westliche Werte daran abzuarbeiten.

Warum wird eine ´Burka´ ein ´muslimisches´ Kleidungsstück genannt? 4 Meter Stoff, ein bestimmter Schnitt, eine bestimmte Formgebung. Was bitte schön ist daran Religion? Derlei Mode trugen vor zweitausend Jahren auch andere soziale und religiöse Gruppen und manche eben noch heute. Die Amischen laufen ja auch nicht gerade mit Haute Couture herum. Weiße Hauben für den Kopf tragen Frauen dort so selbstverständlich, wie die Trümmerfrauen der Nachkriegszeit ihre bunten Kopftücher. Ach, und es soll tatsächlich auch Leute geben, die von Kleidung rein gar nichts halten und am liebsten ´nackert´ rumlaufen. Es ist ja noch nicht allzu lange her, dass auch hierzulande Frauen einer Kleiderordnung unterworfen waren. Überhaupt, warum dominiert in dieser Diskussion mal wieder der weibliche Aspekt? So schließt man doch aus, dass Bekleidungsregeln einen Mann nicht minder einzwängen und unterdrücken können. Wenn man für einen kleinen Jungen einkauft, dann kommt man mit eher dunkel gefärbten Bekleidungsstücken in der Tüte nach Haus, die eher formale oder monströse Aufdrucke und die aktuellen Fernsehhelden zieren. Bunt und schön ist für Mädchen.  

Die Diskussion um die Burka verläuft angemessen der Diskussionsordnung unseres Landes. Muslimische Frauenkleidung unterdrückt die Frau heißt es,  sie zwängt schon Mädchen in patriarchale Strukturen. Hier sei dringend die Befreiung der Frau erforderlich. Und schon hat man wieder ein tolles ´Frauenthema´, an dem man sich frauenrechtlich-feministisch abarbeiten kann.

Muslimische Männerkleidung bekommt mal eben einen terroristischen Anstrich und der lange Bart wird zum Stigma. Simple ist that! Es fällt den meisten Diskutanten hierzulande sehr schwer ausgewogen  vorzugehen. Ein ´allgemeines´ Thema, das Menschen betrifft, wird aus dem Stand zu einem ´Frauenthema´ stilisiert, indem man behauptet davon seien nur Frauen oder Frauen stärker betroffen. Kann man Benachteiligung, Unterdrückung und Diskriminierung ´messen´? Wiegt sie mehr, wenn sie eine Frau betrifft?

Wenn es um Damenmode geht, geben die einen Frauen mit Hingabe tiefe Einblicke in den Dirndlausschnitt oder auf den Slip, während die anderen mit Hingabe ihre Verhüllung zelebrieren. So ist das hierzulande und das nennt man dann wohl persönliche Freiheit. Und wenn eine Frau ihre devote Neigung ausleben möchte, dann sei es ihr vergönnt. Übrigens ist es strafrechtlich nicht relevant, wenn Frauen Einblick in ihre intimsten Geschlechtsmerkmale geben. Das Strafrecht greift nur beim Penis. Klingt wie ein Witz, ist aber wahr. Was bitte schön ist an einem Penis so besonderes, das eine Frau sich bei diesem Anblick erschrecken muss, den Penis abstoßend findet und sie per Gesetz vor diesem Anblick geschützt werden muss? Man könnte einen Penis auch schön finden und den Anblick reizvoll. Per Gesetz werden jedoch andere Wahrheiten vorangestellt und man glaubt kein Mann könnte sich bei dem Anblick eines weiblichen Geschlechtsteiles erschrecken, es abstoßend finden und den Wunsch haben sich davor  schützen zu können. Mach klar, welch hohen und positiv aufgeladenen Stellenwert ein Frauenkörper hat.

Übrigens kann man über jahrtausendealte Damen- oder Herrenmode, die man bis heute konserviert  keine Zuordnungen oder Urteile über deren Träger machen. Es soll hierzulande auch Liebhaber mittelalterlicher Mode geben. Ob sie mittelalterliche Ansichten haben, kann man nur mutmaßen.

Diese dunklen Stofffetzen, um die derzeit teilweise hitzig, ideologisch und mit religiöses Eifer gerungen wird, sind es eigentlich nicht wert ihnen so große Beachtung zu schenken. Wer ist einem Nonnengewand oder einem Priesterornat gegenüber schon so achtsam und interessiert? Über  ´christliche´ Kleidungsstücke darf man sich hier und heute getrost lustig machen, sie am Karneval ausführen oder mit Hilfe einer Domina zur Steigerung der sexuellen Lust einsetzen. Darf man Menschen, die mit christlichen Symbol so derbe umgehen, eine ´Christianophobie´ unterstellen? Menschen, die sich über  so manches Islamische amüsieren, wird Islamophobie, religiöse Intoleranz oder sonst was vor die Füße geworfen.

Die dunkle Vollverschleierung, die einen Frauenkörper nur noch erahnen lässt, wird durch eine über Gebühr aufgeblasene mediale Aufmerksamkeit aufgewertet und dabei auch noch zu einem angeblich frauenrechtlichen Thema gemacht. Das könnte der falsche Weg sein.

Wenn man immer wieder über die Verschleierung von Frauen redet, könnte man sich nach und nach mehr daran gewöhnen, Vollverschleierung in der Öffentlichkeit zu sehen. Man fühlt sich gedrungen über diese Bekleidung, den Menschen darunter und seine Religion nachzudenken und mit anderen darüber zu reden. Auch eine Form der Missionierung, oder? So viel Aufmerksamkeit für ein Kleidungsstück könnte einer jungen Frau den Schritt zur Verschleierung sogar erleichtern. Welches junge Mädchen würde dieser schnell errungenen Besonderheit und der öffentlichen und interkulturellen Aufmerksamkeit, die damit einhergeht, widerstehen können. Auch so wächst  Selbstbewusstsein.

Kein Mensch der mich auf der Straße sieht, wird großartig über meine Bekleidung, mich als Person oder meine Religion nachdenken. Ich hebe mich von der Masse nicht wesentlich ab. Da muss man heutzutage schon einiges aufbieten, um ´gesehen´ zu werden. Ein vollverschleierter Mensch ist nicht zu übersehen.

Ist ja auch irgendwie praktisch. Endlich keine Sorgen mehr wegen der etwas eng gewordenen Hose und der Fettschwarte, die über dem Gürtel wabert. Man braucht sich nicht mehr schminken, wenn man das Haus verlässt. Nun gut. Die Augen vielleicht. Die Frisur? Egal! Flecke auf der Bluse? Kein Problem. Man kann essen was man will. Dieses Kleidungsstück passt immer.

Vielleicht werden wir es bald leid sein und uns nicht mehr kontrovers mit der Vollverschleierung auseinander setzen wollen. So ergeht es vielen Themen. Die öffentliche Aufmerksamkeit ermüdet leicht. Es ist auf Dauer auch anstrengend ständig zu wiederholen, dass eine solche Uniform ein Ausdruck der Unterdrückung sein könnte. Mancher behauptet ja sogar, die Burka sei islamistische Kampfkleidung. Was auch immer. Ich mag sie nicht.

Sogenannte ´Haremshosen´, die einen tiefen Schritt und Gummibündchen haben, sind ja auch schon ´en vogue´. Modeschauen, die sich an religiöse muslimische Frauen wenden und deren Bekleidungsregeln berücksichtigen, gibt es längst. Bekleidungsregeln. Da haben wir es. Regeln! War doch so schön, Regeln zu brechen und den Muff unter den Talaren zu vertreiben. Da kommen sie durch die globale und zur Toleranz verdammte Hintertür wieder herein.

Ich kenne Männer, die es durchaus geheimnisvoll finden, in die Augen einer Frau zu schauen, die ihn durch einen kleinen Sehschlitz anschauen und deren Körper weiträumig mit Stoff umhüllt ist. Da funktioniert das männliche Kopf – Kino ohne Probleme. Alles ist jetzt vorstellbar. Sie könnte sehr hübsch sein. Sie könnte seinem Beuteschema entsprechen. Was trägt sie wohl darunter? Es könnte reizvoll sein, dieses ´Überraschungsei´ auszupacken. Allerdings kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass sie unansehnlich ist. Vielleicht verbirgt sich unter dem Gewand sogar ein Mann? Soll es ja geben, dass Männer Frauenkleider tragen. So was ist auch in Ländern in denen Menschen des islamischen Glaubens leben denkbar.

Überhaupt. Glaube? Immer wieder höre ich Islam sei kein Glaube, sondern eine politische Strategie, die mit Mittelalterlichen Mitteln ihre Ideen durchsetzen will. Um sich eine eigene Meinung über den Islam, die Inhalte des Korans usw. bilden zu können, müsste man sich intensiver mit dem Islam auseinander setzen. Das wiederum birgt das Risiko, am Ende daran zu glauben und zu konvertieren, zumal es mit dem christlichen Glaube in unserer ´Gesellschaft mit christlicher Leidkultur´ oft nicht weit her ist. Wer kann heute noch das Vater Unser, die Zehn Gebote oder sein Glaubensbekenntnis spontan aufsagen? Einmal Muslim – immer Muslim, so erzählte mir eine Konvertierte-Konvertierte. Es dürfe nicht bekannt werden, dass sie sich rückbesonnen, sich vom moslemischen Glauben abgewandt und sich ihrem christlichen Glauben wieder zugewandt hätte.

Ich stelle mir dieses wallende Gewand ´Burka´ in den Händen eines Modedesigners vor, nach dem Motto „Pimp my Burka“. Dann käme das wallende Mäntelchen vielleicht in himmelblau daher. Der Saum hätte Rüschen und Borten. Der Stoff wäre verziert mit Stickmustern, ein kleiner Kragen hier, etwas Plissee dort.  Ein paar Nähte hier und etwas Schere dort. Man könnte aus der tristen Verhüllung um Gottes willen ein echtes Prachtstück gestalten, das einer Frau Zierde wäre und den Geschmack der Zeit träfe. In Leder oder Lack, in Samt oder Seide.

Auf jeden Fall  mit Aufdruck. Vielleicht jenen, den ich neulich auf dem T Shirt eines Kindes sah, dass mir mit seiner großen Familie auf dem Bürgersteig entgegen kam:

“I am not a terrorist. I am a muslim“.

 

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-08/heiko-maas-kuckuckskinder-mutter-sexualpartner-auskunftspflicht

Liebe Frauen,

Ihr könntet euch darüber freuen, dass heutzutage mit einfachsten Mitteln eine Vaterschaft bereits in der sehr  frühen Schwangerschaft nachweisbar ist. Das väterliche Erbgut breitet sich nach der Empfängnis sehr schnell im schwangeren Leib der Frau aus und ist in allen Köperteilen, Zellen und Organen nachweisbar.Das macht sich die Methode ´Blutstropfen´ zu Nutze. Man spürt diese Gene auf und gleicht sie mit dem väterlichen Erbgut ab. So einfach und scheinbar doch unerwünscht.

Endlich könnte ein Mann von Anfang an, ich meine, wirklich von Anfang an, in alle Belange das Kind betreffend gleichberechtigt einbezogen werden. Er könnte fast zeitgleich zur Mutter erfahren, dass er Vater wird und müßte nicht warten, bis die Mutter des Kindes ihm diese frohe  irgendwann einmal mitteilt.

Mir gehen die derzeitigen politischen Diskussionen nicht weit genug. Man schöpft die vorhandenen Möglichkeiten und Notwendigkeiten für Vater, Mutter und Kind nicht wirklich aus.  Man verkennt die Prioritäten, weil man in keinster Weise die Rechte des neuen Menschenkindes und des werdenden Vater ernsthaft abwägt, sondern fast immer dort stehen bleibt, wo die Interessen der werdenden Mutter berücksichtigt sind.

Bei Schwangerschaft geht es nicht ausschließlich um eine Frau und einen Frauenkörper, wie uns weis gemacht werden soll. ´Mein Bauch gehört mir´gilt nur solange, wie Sex und Geschlechtsverkehr kein Kind zur Folge haben – also ausschließlich im unschwangeren Zustand!!!

Mit Eintritt einer Schwangerschaft geht es um ein neues Menschenleben. Und das hat die Wahrheit verdient.  Es geht auch um das Recht eines Kindes  auf Leben und auf Kenntnis und Umgang mit dem biologischen Vater. Dieses Recht darf dem Kind nicht mal eben so von der Mutter genommen werden.

Es ist mehr als unmoralisch dem Kind einen anderen als den biologischen Vater als ´leiblichen Vater´ unterzuschieben. Es ist ein Rechtsbruch, sich an dem Geld eines Mannes zu bereichern, den man fälschlicherweise als Vater angegeben hat. Ausgehend von einer Lüge will man ein Kind erziehen?

Wieviel Unrecht muss eine Frau getan haben, bevor sie sich wirklich rechtfertigen muss und einer gerechten Strafe zugeführt wird?

Väter, die keinen Unterhalt zahlen (wollen/können), will man den Führerschein entziehen. Man macht noch nicht einmal den Versuch zu verstehen, was einen Vater möglicherweise bewegen könnte sich so zu verhalten.  Die Ursachen und Umstände männlicher Zahlungsmüdigkeit zu ergründen, sollte der Bundesregierung eine Studie wert sein, bevor man vorschnell zu gesetzlichen Maßnahmen übergeht.

Und was sollte Frauen widerfahren, die ihr Kind, den Vater und den Staat bezüglich der Vaterschaft anlügen? Dazu müsste es ebenso politische Entscheidungen geben. Doch an dieser Stelle tut sich der Staat schwer…

 

Er ist Ingenieur, noch keine Dreißig. Er hat eine Freundin, fährt ein schickes Auto, geht regelmäßig ins Fitnessstudio und er versteht sich gut mit den Nachbarn in der Neubausiedlung. Er könnte optimistisch in die Zukunft schauen, wenn da nicht dieser kleine ´Makel´ wäre. Ehrlicherweise ist es für ihn kein Makel, sondern ein Zugewinn.

Im Kleiderschrank hat er ein paar Dinge versteckt und in seinem Computer liegen Dateien, von denen nur er etwas weiß. So dachte er jedenfalls.

Vor wenigen Wochen hat seine Freundin in der gemeinsamen Wohnung Frauenkleidung gefunden. Ein lederner Minirock in Größe 44, Nylonstrümpfe, Unterwäsche aus Spitze, Mieder und High Heels in atemberaubender Schuhgröße 44. Sie konnte diese Klamotten nicht zuordnen. Für sie, mit zierlicher Schuhgröße 38 und ebensolcher Kleidergröße, konnte es sicher nicht sein. Ein Faschingoutfit ihres Freundes? Sie grübelte.

Sie begann zu kramen und zu suchen.  So fand sie schnell ein paar Fotos in einer kleinen Box, die in seinem Sockenfach lag. Sie war schockiert. Auf den Bildern war unschwer zu erkennen, dass es ihr Mark war und er trug Frauenkleidung!

Das Gesicht auf dem Foto lächelte sie seelig, aber auch ein bisschen unsicher an. Sie musste sich erst einmal setzen und spürte Enttäuschung und Ärger in sich aufkeimen.

Mark sitzt mir am Stammtisch gegenüber und erzählt, dass seine Freundin entsetzt war, als sie entdeckte, dass er gern Frauenkleider trägt. Sie hätte ihm eine schlimme Szene gemacht, ihn angeschrieen, geweint und gedroht ihn zu verlassen. Die Kinder nähme sie selbstverständlich mit. Er müsse diese Sachen vernichten und dürfe dieser ´problematischen Neigung´ niemals mehr nachgehen.

Komisch, denke ich. Uns Frauen wurde das Tragen von Männernkleidung als ein Akt der Emanzipation verkauft. So sollte es doch andersherum auch sein. Männer in Frauenkleidung und solche, die die Attribute weiblicher Macht zelebrieren, könnten doch als einen Sieg und als Fortschritt männlicher Emanzipation gefeiert werden.

Mark hat eine Damenperücke auf seinem Kopf. Blonder Bubikopf, halblang. Er ist sorgfältig geschminkt und hat sich für diesen Abend ein sehr weibliches, figurbetontes Outfit ausgesucht, dass ihm echt gut steht. Ich bewundere ihn dafür und ermutige ihn, sich diese Freiheit nicht nehmen zu lassen. Er nennt sich Kristin, mit ´K´, wie er lächelnd ausführt.

Neben ihm komme ich mir, ungeschminkt und in Jeans, fast banal vor. Er redet in dieser Runde so freimütig wie wohl sonst nirgendwo. Er liebt diese raschelnden Stoffe, die so sanft den Körper umschwingen, sagt er. Die Freiheit an den Beinen und die Eleganz, die ein Nylonstrumpf ihnen verleihen kann findet er faszinierend und kann gar nicht verstehen, dass so viele Frauen ihre schönen Beine in grobem Jeans verstecken. Es tut ihm gut, eine weibliche Seite ausleben zu können und sie nicht mehr unterdrücken zu müssen. Wenn er sich umkleidet und auf seiner Terrasse herumspaziert, dann ist das mehr als eine ´Verkleidung´. Er fühlt sich in diesen Momenten so sagenhaft frei und unbelastet. Er spürt dann auch etwas von dieser weiblichen Macht, die ihn als Mann schon so oft auf Zwergengröße schrumpfen ließ.

Einige Male hat er sein neues Ich in geschützter Öffentlichkeit präsentiert. Er hat gespürt, dass er sich verändert, wenn er in die Rolle einer Frau schlüpft. Da ist dann keine Schwäche und Unsicherheit, sondern weibliche Kraft, die ein männliches Gegenüber völlig vereinnahmen kann. Das alles stärkt sein Selbstbewusstsein und eröffnet ihn Erfahrungen, die ihn begeistern. Wäre da nicht das oft vernichtende Urteil Dritter, würde er mit den Insignien weiblicher Macht wohl noch viel öfter spielen.

Frauen haben sich der Utensilien der Männer freimütig bedient und sie tun es immer noch. Also sollten Männer sich an den Schmelztiegeln weiblicher Rollenklischees  ebenso satt essen dürfen und ihre persönlichenVorteile daraus ziehen, wenn sie dazu Lust haben!

 

Programmvorschau 3sat nächste Woche:

Von Männern und Vätern

Scheidung – einsame Väter

https://www.3sat.de/programm/?viewlong&d=20160518#2015

und eine kleine Nachlese zum Vatertag

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